Datenschutz und neue Medien

neo-urban-1734494_640Neue Medien sind sehr beliebt. Schon die Kleinsten der Kleinen wachsen mit ihnen auf und sehen sie an, um zum Beispiel eine Zeichentrickserie anzuschauen. Daneben gibt es Tablets mittlerweile in Schulen und dass ein 8 jähriger Junge eine Spielekonsole zu Hause hat, kommt heutzutage immer öfters vor. Aber was heißt das eigentlich für unsere Privatsphäre? Leben wir anno 2017 in einem Zeitalter, in dem die eigene Privatsphäre nichts mehr wert ist beziehungsweise nur noch als Wort existiert, aber in der Wirklichkeit immer und immer wieder übergangen wird?

Der Datenschutz wird in Deutschland sehr groß geschrieben

Hierzulande gibt es Datenschutzbeauftragte, die die Entwicklungen in den neuen Medien sehr genau beobachten. Erst vor einigen Wochen hat es einen Einspruch gegen die Praktiken von Whatssapp gegebeben. Spezifisch ging es dabei um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, denen die App Nutzer zustimmen sollten. Das gefiel den Datenschützern aber überhaupt nicht und so kam es dann dazu, dass es einen Einspruch gab. Inwieweit dieser Einspruch Erfolg hat, wird die Zukunft zeigen. Klar ist aber, dass einige Firmen eine Praxis an den Tag legen, die von vielen Menschen in Deutschland nicht gebilligt wird.

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der den Datenschützern ein Dorn im Auge ist, und zwar geht es dabei konkret um die Weitergabe von Daten zwischen verschiedenen Diensten. Finden sie es auch merkwürdig, dass sie in der einen Sekunde noch über eine Marke sprechen und diese dann in der nächsten Sekunde als Ad angezeigt bekommen, auf Facebook?

Nun wer oder was dahinter steckt kann an dieser Stelle nicht gesagt werden. Deutlich ist aber, dass Daten miteinander ausgetauscht werden, ob es den Nutzern passt oder nicht. Damit das passiert tun Firmen sehr viel. Sie möchten nicht, dass ihr Geschäftsmodell den Bach herunter geht und sind immer wieder, Tag für Tag auf neue Kundendaten angewiesen und die sozialen Medien Dienste wissen das und helfen natürlich kräftig mit, schließlich bekommen sie dafür auch eine gewisse Entlohnung.

Wie sieht die Zukunft der Privatsphäre aus?

apple-1039117_640Es gibt Personen, die behaupten, dass es bald mit der Privatsphäre vorbei sein wird. Dass wir jetzt schon zu gläsernen Menschen geworden sind und das jeder Schritt von uns erfasst und irgendwo gespeichert wird. Ob das tatsächlich so ist, kann an dieser Stelle natürlich nicht abschließend geklärt werden, aber es ist deutlich zu sehen, dass immer mehr Daten von uns erfasst werden und dass sie auch genutzt werden.

Wie kann man sich gegen diese Entwicklung schützen?

Viele Personen denken, dass es reicht, wenn sie bald kein Smartphone mehr besitzen, dass sie dann sozusagen wieder anonym telefonieren und SMS verschicken können. Aber die Mär von dem anonymen Telefonat mit dem 3210 ist eben nur eine Mär. Man sollte nicht glauben, dass es ausreicht wieder auf ein ganz altes Telefon zu setzen. Eher ist es so, dass auch diese Geräte im Ernstfall überwacht werden können, ganz egal wer man ist, wo man sich befindet und wie man gegenüber neuen Medien steht.